Integrative Kinder/Jugendlichentherapie

Zur Kinder-/Jugendlichentherapie:

1. Kinder:

Während Erwachsene ihre Gefühle und Phantasien vorwiegend in Worten äußern, sind Kinder auf andere Ausdrucksmöglichkeiten angewiesen. Deshalb arbeiten KindertherapeutInnen mit kreativen, darstellenden und spielerischen Methoden. Das gemeinsame Spielen ist dabei nie „nur Spiel“. Sigmund Freud meinte einmal, der Gegensatz zum Spiel laute nicht Ernst, sondern Wirklichkeit und spielen sei handelndes Phantasieren. In diesem Sinn stellt das therapeutische Spiel eine Möglichkeit dar, sich der symbolisierten Sprache des Kindes zu bedienen und dem Kind dadurch neue Erfahrungsräume zu öffnen. Entwicklungen die dadurch besser verständlich werden und deren Verständnis für die Arbeit mit den Eltern/der Familie wichtig erscheinen, werden den Eltern als Verstehenszugang zu ihren Kindern verbal näher gebracht. In der Kinderpsychotherapie ist die Einbeziehung der Eltern oder Obsorgeberechtigten durch begleitende Gespräche daher ein zentrales Element. Deshalb werden im Abstand von 5 -7 Wochen Gespräche mit den Eltern(teilen) angeboten.

Zu den Hauptsymptomen bei Kindern zählen zBsp. aggressive Durchbrüche, Angstzustände, Leistungsverweigerung, depressive Rückzugstendenzen, AD(H)S, Einnässen, Einkoten, aber auch anhaltende Konflikte in der Familie oder in der Schule.

2. Jugendliche:

Gefühle, Phantasien, Wünsche und Ängste in Bezug auf die Zukunft, sowie Vorstellungen von sich und anderen stehen im Mittelpunkt einer therapeutischen Beziehung mit Jugendlichen, die sich gerade in einer konfliktreichen Phase zwischen Kindheit und Erwachsenenwelt befinden.

Wichtig ist also das gemeinsame, vertrauensbildende Gespräch, es können aber auch kreativ – gestalterische Methoden eingesetzt werden.

Zu den Schwierigkeiten zählen unter anderem: Ablösungskonflikte, Identitätsunsicherheiten, depressiver Rückzug, Psychosomatische Beschwerden (selbstschädigendes Verhalten…), aber auch Schwierigkeiten in Ausbildung und Beruf. Kontakt mit den Eltern gibt es dabei meist nur dann, wenn der/die Jugendliche damit einverstanden ist.